Intuition und Denken

Intuition und Denken sind ein ideales Team

Gedankenansatz

 

Warum sind Intuition und Denken ein ideales Team?  Es gibt viele Menschen, die glauben, dass sie dieses „permanente Hinterfragen“ nicht brauchen, aber ich möchte hier motivieren es doch zu tun.  Wie definiere ich Reflexion?

 

Das Wörterbuch definiert die Reflexion bildungssprachlich als „das Nachdenken; Überlegung, Betrachtung, die jemand an etwas knüpft“.

Wikipedia beschriebt die Reflexion als ,,prüfendes und vergleichendes Nachdenken über sich selbst oder das eigene Verhalten, überlegen (wenn es auf eine geistige Tätigkeit bezogen ist). Das zugehörige Verb ist reflektieren und steht für grübeln, durchdenken oder nachsinnen. 

Laut Wikipedia ist die Selbstreflexion eine „Tätigkeit, über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet, sein Denken, fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen mit dem Ziel mehr über sich selbst herauszufinden.“ 

 

(Selbst-)Reflektieren bedeutet für mich, dass ich nichts nehme so wie es mir im ersten Moment erscheint.  Ich bin mir jederzeit bewusst, dass ich die Dinge durch meinen Wahrnehmungsfilter aufnehme und dass dieser alles andere als „wahr“ ist. Mein Wahrnehmungsfilter ist ein Raster, das ich mir im Laufe meines Lebens durch Erfahrung, Prägung oder Rückschlüsse zugelegt habe. Und diesen Wahrnehmungsfilter gilt es durch die Reflexion schön „durchlässig und sauber“ zu halten.  Wann hat mich  das letzte Mal jemand überrascht? Positiv oder negativ?  Offen sein für neue Impulse, andere Denkweisen. Offen sein dafür, dass wir unsere Meinung zu einem Thema/Menschen ändern müssen. Mit jeder neuen Erkenntnis wird unser Filter erweitert. Dafür müssen wir reflektieren, was passiert. Mit einem Sparring Partner zu reflektieren, vereinfacht und verkürzt den Prozess: der Partner bringt einen anderen Wahrnehmungsfilter mit und erweitert alleine dadurch schon die Perspektive. Coaches haben idealerweise einen weiten Wahrnehmungsfilter 😏.   Je weiter und durchlässiger der Filter ist, desto bunter ist die Welt und desto mehr Lösungsmöglichkeiten existieren.

Und unsere Reaktionen? Angenommen ein Ereignis dringt durch unseren weiten Wahrnehmungsfilter und wie reagieren wir dann?  Was sind die Automatismen? Welche Programme werden abgespult?  Durch Reflexion erweitere ich die Programme, die Handlungsmöglichkeiten. Muss ich wirklich jedes Mal beleidigt reagieren? Muss ich wirklich aufgeregt sein? Muss ich wirklich so aggressiv reagieren? Steuerung und Erweiterung der vorhanden Reaktionsmuster kann der wesentliche Vorteil des Alterns sein. Dann wird „älter werden“ nämlich auch zu „reifer werden“. Alles andere ist verwelken - von bunt zu grau.

Und die Intuition?  Wenn wir ihr die Freiheit geben „ihren Job“ zu machen, dann erfasst  sie Situationen/Menschen wesentlich schneller als das Denken und trifft  „aus dem Bauch“ Entscheidungen, wenn die Argumente irgendwie doch alle gleich gut sind.  Sie weist uns auf Gefahren hin und zieht uns zu Menschen und Orten. Sie bringt uns dem „Glück“ - der glücklichen Fügung - näher als das Denken. Dieser hochleistungsfähige Turbolader  kann aber nur arbeiten, wenn der Wahrnehmungsfilter sauber und weit ist und die Reaktionsmöglichkeiten vielfältig. 

Intuition und Denken ermöglichen uns ein pralles individuelles Leben!