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Sherlock und die Beobachtungsgabe

 

You see, but you do not observe. The dinstinction is clear.“

 

„The world is full of obvious things which nobody by any chance ever observes.“ 

Sherlock Holmes.

 

Diese Zitate von Sherlock Holmes verwende ich gerne, weil unternehmerische Aufgaben häufig Ähnlichkeit mit „kniffligen Fällen“ haben. Die Überleitung ist nicht schwer. Gleichzeitig sind diese Denkansätze so herrlich entlastend:

 

1.     Nur weil ich keine Lösung für ein Problem habe, heißt das noch lange nicht, dass da keine ist. Ich sehe sie nur (noch) nicht. Meine Wahrnehmung ist durch meinen individuellen Filter so eingestellt, dass ich die Lösung (noch) nicht sehe. Aber sie ist da. Sobald ich beginne zu beobachten, komme ich der Lösung näher.

 

2.     Je mehr Blickwinkel bei einer Entscheidungsfindung einbezogen werden desto mehr wird beobachtet. Jeder neue Blickwinkel (oder jeder hinzugezogene Experte) erweitert das Bild. Je mehr Divergenz desto besser. Damit sichere ich meine Entscheidungen ab. Wir treffen immer Entscheidungen unter Unsicherheit, aber Fehlentscheidungen, weil ich nicht genug Informationen hatte und das Offensichtliche nicht beobachtet habe, tun weh.

 

Sherlock Holmes erinnert daran, dass wir nicht immer glauben sollen, was wir sehen (was wir denken).

Was das mit mentaler Stärke und dem Umgang mit Druck zu tun hat? Mit diesem Bewusstsein kann ich den Druck von mir nehmen und mich mit Spaß und Freude auf die Suche nach der Lösung machen.

Der Weg zur Lösung/Entscheidung ist nur noch eine Frage der veränderten Technik.

Viele meiner Klienten empfinden Druck als "Antreiber", der wie ein Turbo ihre Arbeitsleistung steigert. Das ist nur bedingt gut. Denn auf lange Sicht bedeutet Druck einen höheren Verschleiß. Wird der Druck aber in einen "Sog2 verwandelt, dann bedeutet er eine Kraftquelle. Je herausfordernder ("kniffliger") die Aufgaben sind desto mehr Spaß habe ich beim Lösen der Aufgaben und desto zufriedener bin ich am Ende.